Szene in Falkensee bleibt in Bewegung – 3

1. Mai 2010
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Nach einer arbeitsreichen Zeit, unterbrochen von einem kurzen Tauchurlaub (Bericht folgt demnächst), kehrt der Falkenblog zurück aus einem kleinen Frühjahrsschläfchen. Endlich habe ich wieder ein wenig Zeit, in Falkensee unterwegs zu sein – und siehe da: Es tut sich was.

Im ehemaligen Haveleck / der ehemaligen Kölschen Botschaft / der ehemaligen Kreisbar ziehen wieder Mutige ein. “1xanders” ist der Arbeitstitel – oder doch schon der endgültige Name? Einmal anders also. Anders als bei den bisherigen Versuchen soll auf jeden Fall die Aufteilung des Hauses werden. Unten Restaurant/Gaststätte – oben Tanzschuhle. Jawohl, mit einem Extra-H. Denn die Cheftänzerin heißt Sabrina Schuh, baut zur Zeit mit ihrem Mann Christian ein Haus in Falkensee und will im Obergeschoss des “Havelecks” den Falkenseern Beine machen.

Was den unteren Teil angeht, habe ich noch keine Ahnung, in welche Richtung das Konzept gehen wird – aber zumindest die möglicherweise heimliche Chefin durfte ich schon mal kennenlernen: eine etwas schüchterne, aber sehr liebe Berner Sennenhündin.

Eröffnung soll am 28.Mai sein – ich bin gespannt. Bereits geöffnet hat nun doch die “Osteria Pane e Sale”. Auch in den letzten Tagen saßen schon einige Leute dort, wo früher RiBar und SZ-Lounge waren – aber heute (Freitag) ist wohl der offizielle Startschuss gefallen.

Wir haben den freien Abend genutzt, um dort mal vorbeizuschauen. Nur was Kleines essen, ein Bierchen dazu. Allerdings hatte der Wirt für den Freitag einen großen Fischabend vorgesehen – ehemalige Meeresbewohner, soviel man möchte, für 24,50 €. Knapp außerhalb unseres Planes für den Abend. Glücklicherweise durften wir trotzdem an einem kleinen Tisch am Rande einfach nur eine Pizza und einen Salat essen.

Vorab: Das Essen war sehr lecker. Endlich einmal eine Pizza mit “scharfer” Salami, die diesem Namen auch gerecht wird und die zudem auch insgesamt genau meinen Geschmack getroffen hat. Auch der Salat mit Schafskäse ist gut angekommen – die Preise bewegen sich im ganz normalen Falkenseer Rahmen. Auf jedem Platz lag eine Packung Grissini bereit, nach der Bestellung gab es noch einen großzügigen Teller mit Bruschette und Oliven vom Haus.

Die Einrichtung wirkt sehr gediegen, viel dunkles Holz kombiniert mit hellen Wänden und rustikalen Tischdecken. Das Ganze wirkt sehr stimmig – alte Wagenräder geben dem Gast ein Gefühl von einer alten, zum Restaurant ausgebauten Scheune. Draußen sind sechs Tische aufgebaut, der Aufenthalt direkt an der Falkenhagener Straße ist aber sicher nicht jedermanns Sache.

Zumal dort gleich wieder eines der Hauptprobleme der Lokalität ins Auge fällt: Die Verpächter, die im Obergeschoss die “Pension Horn” betreiben, haben, gut sichtbar für alle Vorbeifahrenden, ein unglaublich hässliches Werbeschild für die billigen Übernachtungen aufgestellt. Damit hatten auch die früheren Pächter zu kämpfen: Gerade, wenn es dunkel wird, nimmt man als Autofahrer auf der Falkenhagener nur die Werbung für die Pension wahr – aber man registriert kaum, dass dort auch ein Restaurant ist. Und denjenigen, die dort im Dunkeln draußen sitzen, ist das Horn-Schild ein ständiger Dorn im Auge.

Andere Kleinigkeiten werden sich sicher noch einschleifen und waren wohl der Hektik am Eröffnungstag geschuldet. Balsamico statt des bestellten Dressings, eine Quote von einer vergessenen Speise bei drei bestellten Essen, dazu König-Pilsener im Weizenglas – es gibt durchaus noch Optimierungspotenzial, wie das in neuerem BWL-Deutsch heißt.

Übrigens: Balsamico, mit nachgeliefertem Majo-Dressing vermischt, wird grau. Sieht nicht schön aus.

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3 Responses to Szene in Falkensee bleibt in Bewegung – 3

  1. [...] Der angekündigte Termin wurde eingehalten: Seit heute ist das Haveleck wieder geöffnet. Zum ersten Beschnuppern gab es ein Gläschen Sekt am Eingang und die Bratwurst für einen Euro. Das Publikum zur Mittagszeit bestand naturgemäß (an einem Werktag) zum größeren Teil aus Mitgliedern der Generation 60+. [...]

  2. Christian on 5. Mai 2010 at 16:22

    Hallo Frank,
    wieder mal ein sehr guter Artikel! Vielen Dank für die Erwähnung des Blogs und der Tanzschule. Der Link ist leider fehlerhaft, kannst du das korrigieren? Lieber Gruß Christian

    • Frank Winkler on 5. Mai 2010 at 17:18

      Ups, sorry – ist erledigt. Da hatte ich das http:// vergessen – und schon baut WordPress meine eigene Adresse davor. Wieder was gelernt.

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