Schick ist sie geworden, die neue Südseite des Bahnhofs in Falkensee. Die Bauarbeiten sind ja schon eine Weile beendet – heute erfolgte die offizielle Freigabe. Der erweiterte und überdachte Bahnsteig ist ein Riesengewinn für alle Reisenden, ob Pendler oder Gelegenheitsfahrer.
Erstaunlich, was ein zusätzlicher Meter Bahnsteigbreite ausmacht. Durch das 48 Meter lange Dach sind die Wartenden nun vor Regen oder praller Sonne geschützt. Die Stadtverwaltung hatte lange bei der Bahn betteln müssen, bis diese überhaupt die Genehmigung gab – die Kosten von etwas über 900.000 € wurden zum größten Teil aus einem EU-Fonds besorgt – Landkreis und Stadt teilten sich etwa ein Drittel. Die Unterhaltung übernimmt nun die Bahn.
Ein paar Details verstehe ich allerdings nicht so ganz. Warum hat man unter dem Dach genau vier Sitzplätze geschaffen (Bild 3)? Ein paar Bänke mehr hätten besonders älteren Menschen oder Gehbehinderten willkommene Entlastung beschert.
Die Laufschrift auf der einzeiligen Anzeige verrät wird die Uhrzeit und eventuelle Verspätungen. Schonmal gut. Noch besser wäre es, wenn bei Einfahrt eines Zuges auch zu sehen wäre, welcher das nun ist.
Die Fahrplantafelnstehen vor dem Eingang und ragen zur Hälfte unter dem Vordach hervor, so dass der Suchende bei Regen dann doch nass wird (Bild 4). Drinnen auf dem Bahnsteig wären sie eventuell besser aufgehoben gewesen. Auch ein Aschenbecher, vielleicht unten an der Treppe, würde sicher dazu beitragen, die Beete und den Eingang von Kippen freizuhalten.
Am unteren Ende der Rampen enden die Geländer mehr als einen Meter vor dem Abschluss der Beete (Bild 5). Da ist jetzt schon klar: Egal, was man dort anpflanzt – es wird niedergetrampelt werden.
Keine Frage, das Ganze ist eine gelungene Angelegenheit, die für viele Falkenseer einen echten Zuwachs an Komfort bringt. Auch der zusätzliche Eingang, der gegenüber von Hertzstraße und “Interfood” entstanden ist, ist eine gute Idee. Nur ein paar Kleinigkeiten scheinen nicht ganz zuende gedacht. Und hoffentlich fallen die schicken Glasscheiben nicht sofort wieder hirnlosen Vandalen zum Opfer.





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